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Mantrailing / Personensuche

Den Anforderungen eines Jagdhundes, der nicht jagdlich geführt wird, kann man auch auf anderem Wege gerecht werden. Ogars sind mit rein körperlicher Bewegung schnell unterfordert. Sie brauchen auch ab und zu Kopfarbeit um dauerhaft zufrieden und ausgeglichen zu sein!

Hier bittet das Mantrailing eine sinnvolle Beschäftigung für die Nase, auch im Privatgebrauch.

“Man” steht für Mensch und “Trail” steht für Spur, Fährte, Weg oder Pfad. Eine genaue Übersetzung gibt es nicht, es handelt sich hierbei um eine Beschreibung der Aufgabe des Hundes: die Verfolgung einer Menschenspur.

Mantrailing ist das Folgen der individuellen Geruchsspur, die jeder Mensch an jedem Ort und zu jeder Zeit hinterlässt. Mithilfe eines Geruchsträgers , ein Gegenstand den die zu suchende Person berührt hat, ist der Hund in der Lage auf unterschiedlichsten Untergründen (auch inmitten der Stadt) die richtige Spur zu finden und aus unzähligen Düften verschiedener Menschen und der Umwelt die vermisste Person herauszufiltern.

Hierbei arbeitet der Hund nicht “spurtreu”, was man z.B. bei der Färtensuche beobachtet, sondern folgt den Geruchspartikeln (dem individuellen Geruch der abgestoßenen Hautzellen und nicht dem Körpergeruch, entstehend durch fehlende Hygiene) der zu suchenden Person. Beeinflusst durch die Umweltfaktoren, wie z.B. Wind und Regen werden diese Partikel auch von dem eigentlichen “Weg” weggetragen, aus diesem Grund sucht der Hund auch z.B Hauseinfahrten, Wegkreuzungen und Hofflächen oft mit ab, da sich dort viele Partikel sammeln können, auch wenn die Person dort nicht direkt war.

Mit Lotka trainiere ich seit August 2008, mit Aria seit sie 12 Wochen alt ist. Es macht ihnen unheimlich viel Spaß! Wenn ich sie auf einen Trail ansetze sind sie so aufgeregt, dass sie am ganzen Körper vor Anspannung zittern und es kaum erwarten können, dass ich sie losschicke! Auch mir macht die Arbeit mit ihnen sehr viel Freude. Es ist einfach ihre Passion!!

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